Pressemitteilung
Rastatt, 04.08.2005
Peter Götz ermöglichte USA–Aufenthalt
Gespräch nach der Rückkehr
Peter Götz MdB hat im Rahmen des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms des Deutschen Bundestages Johannes Seidel aus Gernsbach bei einem einjährigen USA Aufenthalt betreut. „Dies ist eine Erfahrung, die ich nie vergessen werde, und die ich nicht missen möchte“, so Johannes Seidel gegenüber dem mittelbadischen Abgeordneten, der ihn nach der Rückkehr aus den USA besuchte und über seine Erlebnisse befragte. Der Gernsbacher Schüler war ein Jahr in einer Gastfamilie in den USA, besuchte dort die Highschool und konnte so das Alltagsleben in einer typischen Stadt in Michigan erleben. „Mein Amerikabild ist nun runder geworden“, so der Schüler. Nicht nur das amerikanische Schulsystem an sich, sondern besonders die Schule an der er selbst gewesen sei, sei mit keiner deutschen Schule vergleichbar.
Denn obwohl nur die Klassen 9 bis 12 an der Schule unterrichtet werden, haben über 4500 Schüler die Schule besucht. „Da war es anfangs etwas schwierig sich auf dem riesigen Gelände und dem Schulkomplex zurechtzufinden“. Auch gab es keine festen Klassengemeinschaften, sondern verschiedene Kurse zu denen sich die Schüler nach Interesse angemeldet haben.
Intensiven Kontakt habe er vor allem zu den Mitschülern gehabt, die mit ihm in den verschiedenen Clubs und Sportgemeinschaften waren. Teil des Austauschsprogramms sei es auch gewesen, dass er zwei Vorträge über Deutschland und das Austauschprogramm an seiner Schule gehalten habe. Außerdem hätten die Austauschschüler Washington besucht und haben so auch die amerikanischen Abgeordneten persönlich kennengelernt, die sie während des Aufenthaltes betreut haben. „Spannend war, dass ich nicht nur Austauschschüler aus Deutschland, sondern aus der ganzen Welt kennengelernt habe, und so auch die verschiedenen Eindrücke mitbekommen habe“, so Johannes Seidel.
Peter Götz fragte, ob Johannes etwas vermisst habe, oder woran er sich habe gewöhnen müssen. Heimweh habe er eigentlich keins gehabt, Weihnachten sei ganz anders gewesen, als von daheim gewohnt, aber auch das sei ein interessantes Erlebnis gewesen.
Eine Erfahrung habe ihn besonders nachdenklich gemacht. Seine früheren Klassenkameraden in den USA sind nun mit Abschluss der zwölften Klasse fertig, könnten ab Herbst studieren. Er habe noch zwei Jahre Schule vor sich, dann noch Bundeswehr oder Zivildienst. „Bis ich mit meinem Studium anfangen kann, haben meine amerikanischen Freunde fast schon die Universität beendet“, so Johannes. Der Abgeordnete Götz stimmte dem zu und sprach sich auch dafür aus, die Ausbildungs- und Schulzeiten in Deutschland zu verkürzen. „Nur so können wir auch international konkurrenzfähig bleiben.“
Er dankte Johannes Seidel dafür, dass er mit seinem Aufenthalt ein Botschafter Deutschlands in den USA gewesen ist. „Ich glaube, diese Erfahrungen werden auch Ihr zukünftiges Leben bereichern“. so Götz.