Pressemitteilung


Karin Wittmann (Stadt Baden-Baden),
Petra Heinisch-Hildenbrand (Stadt Rastatt).
Rastatt, 06.05.2005
Peter Götz im Gespräch mit den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten
Peter Götz MdB traf mit den Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten der Städte Baden-Baden, Gaggenau und Rastatt sowie des Landkreises Rastatt zu einem Informationsaustausch zusammen. „Die Folgen der Arbeitsmarktreformen sind Frauen oft besonders hart“, so der mittelbadische Bundestagsabgeordnete. Die Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten würden in ihrer täglichen Arbeit mit diesen Problemen und Härten konfrontiert. Deshalb sei es ihm im Gespräch wichtig zu erfahren, welche Auswirkungen die Reformen in der Praxis hätten.
Die Frauenbeauftragten betonten, dass viele allein Erziehende über ein geringes Einkommen verfügen und dass verheiratete Frauen immer noch sehr stark vom Einkommen des Ehemannes abhingen und dass gerade bei Altersarmut der Anteil der Frauen besonders hoch sei. Wichtig sei deshalb auch, das Bewusstsein bei Frauen zu schaffen, dass sie eigenes, vom Ehemann unabhängiges Einkommen benötigen.
Weiteres Thema des Gespräches waren zu erwartende Auswirkungen der EU-Antidiskriminierungsrichtlinie auf Deutschland. „Wir würden uns keinen Gefallen tun“, so Götz, wenn wir die EU Bestimmungen noch verschärfen würden.“ Die bessere Umsetzung und der Vollzug bereits bestehender Gesetze sei deutlich sinnvoller, als immer neue Vorschriften zu erlassen.
Ein weiterer Gesprächspunkt war Gender Mainstreaming. Dies ist ein politischer Ansatz, der davon ausgeht, dass Männer und Frauen unterschiedliche Bedürfnisse haben und diese in die Politik und Entscheidungsgremien einzufließen haben. Nach Meinung der Frauenbeauftragten wäre es bereits ein großer Schritt, wenn Statistiken nach Geschlecht erhoben würden, um mögliche Unterschiede bereits auf diesem Wege quantifizieren zu können.
Peter Götz betonte, dass die Aufgaben der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten heute immer noch aktuell und wichtig seien und dankte für die engagierte Arbeit.