Pressemitteilung


des Ludwig-Wilhelm Gymnasium Rastatt.
Rastatt, 04.05.2005
Peter Götz diskutiert mit Abiturklasse
Peter Götz MdB (CDU) hat das Ludwig-Wilhelm-Gymnasium Rastatt besucht. Nach einem kurzen Gespräch mit Schulleiter Rolf Diether Endres stand die politische Diskussion mit Abiturienten, die das Neigungsfach Politik gewählt haben, im Vordergrund. Die Themen Studiengebühren und Neustrukturierungen im Studienbereich wurden dabei, obwohl landspolitische Themen, besonders von den Schülern nachgefragt.
Peter Götz zeigte sich überzeugt, dass die Qualität der deutschen Hochschulen nur erhalten werden kann, wenn mehr Geld zur Verfügung steht. „Studiengebühren werden deshalb notwendig. Sie sollten mit einem Bonus-System als Anreiz für ein schnelles erfolgreiches Studium versehen werden. Außerdem müsse das eingenommene Geld bei den Universitäten verbleiben“, so Götz. Er begrüßt, dass die Universitäten ihre Studenten verstärkt selbst aussuchen können.
„Dieses Recht müssen die Unis dann aber auch wahrnehmen“, so der mittelbadische Abgeordnete. Nur so könne ein Wettbewerb um die besten Köpfe entstehen.
Auf Schülerfragen nach der Zukunft des Ausbildungsstandortes Deutschland erläuterte Götz, dass, - damit Deutschland in Bildungsfragen international wieder mithalten könne- es notwendig sei, Bildung bereits vor der Einschulung ansetze. Auch sprach er sich dafür aus, die Ausbildungszeiten zu straffen und sie dem europäischen Standard anzupassen. „Junge Leute wollen heute etwas leisten, wir müssen ihnen die Chancen dazu geben“, so Götz.
Die Schüler diskutierten mit dem Parlamentarier auch intensiv über die Stellung Deutschlands in der Welt. „In Deutschland sind manche Entwicklungen in den letzten Jahrzehnten verschlafen worden. Aber wir haben immer noch die Chance, die Weichen richtig zu stellen“, sagte der Abgeordnete. Dazu bedürfe es aber einem gewissen Mentalitätswandel. „Wir können unseren erreichten Wohlstand nur sichern, wenn wir zu Veränderungen bereit sind.“
Besonderes Interesse bei den Schülern rief die Schilderung des Arbeitsalltags als Bundestagsabgeordneter hervor. Peter Götz beschrieb detailliert den Ablauf einer Sitzungswoche des Bundestages in Berlin. „Die Medien zeigen oft nur das leere Plenum. Die wirkliche Arbeit, die in den Ausschüssen, in Anhörungen und in Sitzungen gemacht wird, bleibt leider außen vor.“
Die Abiturienten des LWG waren schließlich von der Nähe ihrer Lehr- und Lerninhalte zu der praktischen Umsetzung durch Peter Götz in der Berliner Politik beeindruckt und hatten weiteres Verständnis für die nicht immer leichte Arbeit eines Parlamentariers gewonnen.