Vor Ort
Rastatt, 16.04.2009
Visite und Vortrag: "Gernsbach-Tag" mit Peter Götz


Traditionelle Holzbauweise interessierte Peter Götz beim Firmenbesuch in Hilpertsau: Holzbau Wurm stellt ganze Holzhäuser, aber auch spezielle Anfertigungen her.
Zu einem "Gernsbach-Tag" war der Bundestagsabgeordnete Peter Götz Anfang April ins Murgtal gekommen. Die Papierindustrie, mit der traditionellste und wichtigster Arbeitgeber der Region bildete den Auftakt für den Besuch: mit der Firma Glatfelder (vormals "Schoeller & Hoesch") besuchte der Bundesvorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU einen Weltmarktführer. Metallisierte Papiere, etwa für Flaschenetiketten oder Spezialpapiere wie für Teebeutel sind das Markenzeichen des mit über 550 Beschäftigten Arbeitgebers in Gernsbach. Diese, so Personalleiter Ulrich Beyreiss kommen überwiegend aus der direkten Umgebung.
Die Papierfabrik im Murgtal gehört zu einem internationalen Konzern und muss sich daher im Wettbewerb der Standorte behaupten. Trotz hoher Lohnkosten liegt die Produktivität der bestens ausgebildeten Mitarbeiter so, dass die Weltmärkte beliefert werden können. In den Standort Gernsbach, so der Geschäftsführer Martin Rapp, werden 25 Millionen Euro zur Modernisierung des Werkes gesteckt. Allerdings erst im kommenden Jahr, um die aktuelle Wirtschaftskrise noch etwas abzuwarten.
Sieben von zehn Teetassen weltweit werden mit Teebeuteln aus Gernsbacher Produktion zubereitet. Glatfelder wird, so Geschäftsführer Rapp, in diesem Jahr und auch weiterhin Gewerbesteuer bezahlen und damit ein berechenbarer Posten auf der Gernsbacher kommunalen Haushaltsplanung sein. Die begleitende Besuchergruppe, CDU-Stadträte, Vorstandsmitglieder und eingeladene interessierte Bürgerinnen und Bürger quittierten das mit Beifall.
Nach dem großen Industriebetrieb besichtigte Peter Götz den Handwerksbetrieb "Holzbau Wurm" im Reichenbachtal. Der Hilpertsauer Handwerksbetrieb setzt auf den Baustoff Holz beschäftigt zur Zeit etwa 30 Mitarbeiter. Neben traditionellem Zimmerhandwerk, wie Aufrichten von Dachstühlen, Fertigen von Treppen, Sanieren von Altbauten, Dachdeckungen, Fassaden, Innenausbauten, Restaurationen und Gerüstbauten, hat sich der Betrieb als Schwerpunkt die Holzständerbauweise ausgewählt. Ganze Häuser entstehen so aus Gernsbacher Fertigung.
Den Abschluss des Gernsbachtages bildete ein Vortrag am Abend in Hilpertsau. Unter der Überschrift "Wie Deutschland aus der Krise kommt" stellte der Abgeordnete, der auch Mitglied des CDU-Bundesvorstandes ist, die Konjunkturpakete und ihre Auswirkungen für Arbeitsmarkt und Wirtschaft vor.
Weitere Informationen in einem Bericht der Badener Nachrichten vom 08.04.2009:
"Glatfelder bleibt Gewerbesteuerzahler" (PDF)