Peter Götz, MdB

Besuch aus dem Wahlkreis

 

Berlin-Besuch des Ehrenamtlichen Betreuungsdienstes der Stadtklinik

Ein Beitrag aus der Mitarbeiterzeitung der Klinikum Mittelbaden gGMBH

 

Die Reisegruppe des EBD der Stadtklinik
mit Peter Götz vor der Glaskuppel

Durch die Initiative von Inge Schür vom EBD der Stadtklinik Baden-Baden wurden wir von Peter Götz – MdB – zu einer viertägigen Informationsfahrt nach Berlin eingeladen zusammen mit Mitgliedern des Vorstandes der CDU-Frauen Union Baden-Baden.

 

Erster Tag: Sonntag, 22.11.2009

 

Abfahrt 7:42 Uhr vom Bahnhof Baden- Baden mit ICE 872. Schon dort wurden wir sehr herzlich von Peter Götz und seiner Gattin begrüßt.

 

13:25 Uhr Ankunft in Berlin/Hauptbahnhof. – Begrüßung von Frau Wichert vom Abgeordnetenbüro Berlin und unserer Reiseleiterin Annette Jänichen. Mit dem Bus fuhren wir zum Fjord Hotel, wo wir nach straffem Tagesprogramm unsere Abende an der Bar in stimmungsvoller Runde beschlossen.

 

Noch am Sonntagnachmittag nahmen wir an einer Führung durch die Gedenkstätte Hohenschönhausen – ehemaliges Stasi-Untersuchungsgefängnis – teil, wo wir ein Informationsgespräch mit einem früheren Häftling führten. Die dort einst angewandten grausamen Überwachungs- und Foltermethoden psychischer und physischer Art überstiegen jegliche Vorstellungskraft.

 

Zweiter Tag: Montag, 23.11.2009

 

Stadtrundfahrt durch die Bundeshauptstadt. Anschließend Führung und Informationsgespräch mit der Bundesbeauftragten für die Unterlagen des Staatssicherheitsdienstes der ehemaligen DDR bekannt als Birthler-Behörde. Diese Führung gestaltete sich sehr aufschlussreich und stieß auf reges Interesse, erfuhren wir doch wie das Stasi-Regime funktionierte.

 

In der Landesvertretung Baden-Württemberg waren wir zu Gast beim Mittagessen. Danach Sicherheits-Check am Reichstagsgebäude mit einem Vortrag auf der Besuchertribüne im Plenarsaal.

 

Im Sitzungssaal der CDU/CSU fand eine lebhafte Diskussion mit Peter Götz statt. So erfuhren wir von ihm als Vorsitzendem der Kommunalpolitik, wie arbeitsreich ein Tag voller Termine, Besprechungen und Sitzungen als Bundestagsabgeordneter in Berlin verläuft.

 

Als krönenden Abschluss empfanden wir die Besichtigung der gläsernen Reichstagskuppel des Architekten Sir Norman Forster.

 

Von hier genossen wir einen unvergleichlichen Blick auf das Parlament und Regierungsviertel, das sich immer in einem neuen Blickwinkel darbot, je höher wir die gläserne Kuppel hinaufstiegen.

 

Dritter Tag: Dienstag, 24.11.2009

 

Fortsetzung der Stadtrundfahrt durch die Metropole Berlin. – Unsere aparte Reiseleiterin Annette Jänichen führte uns mit interessantem historischem Hintergrundwissen, eindrucksvoll und kompetent, mit viel Witz und Bonmots z. B. Spontanvegetation, Dreimännerwein, kleinste Brauerei Berlins mit 11 Flaschen (Herta BSC) durch unsere inzwischen geschätzte Bundeshauptstadt.

 

Um 11:00 Uhr schloss sich eine Führung im Bundeskanzleramt an, davor konnten wir schon den wunderschönen Weihnachtsbaum aus unserer badischen Heimat bewundern. Zum Abschied posierten wir für unser gemeinsames Gruppenbild vor der Weihnachtstanne. Leider ohne unseren Oberbürgermeister Wolfgang Gerstner, Schirmherr der Stadtklinik Baden-Baden, der nur ein paar Stunden später hier eintraf.

 

Auf den ersten Blick wirkt der Bau des Kanzleramtes schlicht, doch bei eingehender Betrachtung erschließt sich dem Beschauer ein architektonisches Kunstwerk. Aus dem Architektenwettbewerb für das Kanzleramt ging der Entwurf von Axel Schultes und Charlotte Frank, der am 14. Dezember 1994 einen der beiden ersten Preise erhalten hatte, siegreich hervor: „Die architektonische Gestaltung“, so urteilte das Preisgericht, „ist von einer eigenständigen, einprägsamen Grundhaltung.

 

Dieser Entwurf wurde nach mehreren Überarbeitungen am 28. Juni 1995 als Grundlage der Neubaukonzeption bestimmt und strahlt überzeugende Eleganz aus.

 

Am 4. Februar 1997 erfolgte durch Bundeskanzler Helmut Kohl der erste Spatenstich, am 2. Mai 2001 die feierliche Schlüsselübergabe an Bundeskanzler Gerhard Schröder und anschließend die erste Kabinettsitzung im neuen Kabinettsaal. Mit dem Einzug in das Bundeskanzleramt war der Regierungsumzug nach Berlin, den der Deutsche Bundestag am 20. Juni 1991 beschlossen hatte, abgeschlossen.

 

Markant und unverwechselbar ist das zentrale Leitungsgebäude. Ein 36 Meter hoher, klar gegliederter Kubus überragt die beiden Verwaltungsflügel um einige Stockwerke, bleibt jedoch unter der Höhe des Reichstagsgebäudes, das den Maßstab für die Bebauung im Spreebogen vorgibt.

 

Am Nachmittag fand ein Informationsgespräch im Bundesrat statt. Das Abendessen nahmen wir im Restaurant Corroboree im Sony Center ein. Zeitgleich konnten wir einen Blick auf Prominente wie den Hauptdarsteller Til Schweiger und Heiner Lauterbach bei der Premierenfeier zu dem Film „Kleinohrküken“ gewinnen.

 

Vierter Tag: Mittwoch, 25.11.2009

 

Der letzte Morgen war für den Besuch der Ausstellung „Wege, Irrwege, Umwege“ vorgemerkt. Daran knüpfte sich eine Führung im Deutschen Dom, wo die Entwicklung der parlamentarischen Demokratie in Deutschland aufgezeigt wird.

 

Nun standen uns nur noch wenige Stunden Zeit bis zur Heimreise zur Verfügung, die wir in einzelnen Gruppen ganz individuell nutzen konnten. Einige von uns entschieden sich für den Kurfürstendamm, die Gedächtniskirche oder der überwiegend weibliche Teil dafür, das KaDeWe „unsicher zu machen“. Nach einer Kaffeepause im Mövenpick fuhren wir mit der Straßenbahn zum Hauptbahnhof, wo unser Zug planmäßig um 16:33 Uhr abfuhr. Gegen 22:17 Uhr erreichten wir gut gestimmt, mit vielen Reiseerlebnissen, mit politischen Neueindrücken und Erkenntnissen unser allseits geliebtes und weltbekanntes Baden-Baden.

 

Gerade in der vorweihnachtlichen Zeit erstrahlte die Stadt in vollem Lichterglanz. Rückblickend wird unserer Gruppe vom EBD der Besuch bei der Birthler Behörde in wacher Erinnerung bleiben, aber auch die verschiedenen Führungen im Reichstag und im Bundeskanzleramt oder die Passage beim Check-Point-Charly.

 

Viele von uns kannten Berlin schon aus früherer Zeit. Wir alle waren beeindruckt und begeistert von den architektonischen und baulichen Leistungen seit dem Fall der Mauer vor 20 Jahren, dem ständigen Fortschritt und Wachsen dieser faszinierenden Stadt.

 

Politisch, kulturell, künstlerisch, musikalisch ist Berlin eine Stadt mit viel Flair und Witz und hat für jeden Besucher etwas anzubieten, so dass wir zwar keinen Koffer in Berlin zurückließen, aber die lebhafte Erinnerung. – Berlin ist auf viele Weise eine Reise wert.

 

Ingrid Möller

Ehrenamtlicher Betreuungsdienst