Peter Götz, MdB

Pressemitteilung

Rastatt, 14.8.2008

 

Peter Götz trifft Benedikt Gutzweiler: LWG-Schüler verbrachte ein Jahr in USA

 

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Peter Götz freute sich über die kleine Flagge aus Idaho, die ihm Austauschschüler Benedikt Gutzweiler
mitgebracht hatte.

„Es war eine der besten Entscheidungen, die ich jemals getroffen habe.“ Ein ganzes Jahr verbrachte Benedikt Gutzweiler in den USA. Der Schüler des Ludwig-Wilhelm-Gymnasiums nahm auf Vermittlung von Peter Götz am Parlamentarischen Patenschafts-Programm (PPP) teil, das der Deutsche Bundestag und der US-Kongress gemeinsam finanzieren. Nach seiner Rückkehr berichtete der 17-jährige Rastatter jetzt dem mittelbadischen Bundestagsab-geordneten über seinen Aufenthalt in den Vereinigten Staaten, wo er rasch viele Freunde fand.

 

Bevor er im vergangenen Sommer den Flieger in Richtung New York besteigen konnte, musste sich Benedikt Gutzweiler in einem Auswahlverfahren gegen eine Vielzahl von Mitbewerbern durchsetzen. Im Auftrag des Bundestags organisiert und betreut das deutsche Youth For Understanding Komitee (YFU) den Austausch. Gute Noten allein reichen nicht aus, um zu den bundesweit 360 Schülern und jungen Berufstätigen zu gehören, die ein Jahr in den USA verbringen dürfen. „Ich musste unter Beweis stellen, dass ich einiges über Deutschland weiß“, schilderte der Rastatter Gymnasiast das in Einzel- und Gruppengesprächen durchgeführte Casting. Nicht minder wichtig war für die Auswahl-kommission das gesellschaftliche Engagement des jungen Rastatters, der sich unter anderem als Ministrant und Mitglied der Schülermitverantwortung (SMV) einbringt.

 

Zwei Wochen lang wurde Benedikt Gutzweiler intensiv auf seinen Trip vor-bereitet. Er erfuhr alles über die US-Verfassung, die Geschichte des Landes und dessen Werte. Dann endlich war es soweit: In New York City betrat er zum ersten Mal amerikanischen Boden. Drei Tage durfte er Big Apple genießen – bevor ihn seine Reise in die Provinz führte. Seine Gastfamilie wohnte in Payette, einem nur 7.000 Einwohner zählenden Städtchen im Staat Idaho. Mit den Gasteltern kam er prima klar, und auch mit seinen beiden Brüdern auf Zeit verstand er sich ausgezeichnet. Der Jüngere von beiden hatte gerade mit der Führerscheinausbildung begonnen – mit vierzehneinhalb Jahren! Das aber sollte nicht der einzige bemerkenswerte Unterschied bleiben, den Benedikt Gutzweiler zwischen USA und Deutschland ausmachte. Gewöhnungsbedürftig war für den jungen Rastatter auch, dass die Gasteltern ihr Haus selbst nachts nicht abschließen. „Die Kriminalität in Payette ist sehr gering“, berichtete Benedikt Gutzweiler.

 

Den Stundenplan in der Gesamtschule des Städtchens gestalten die 500 Schüler weitgehend selbst – ähnlich dem Studium an einer deutschen Universität. Die Klassen sind mit 20 bis 25 Schülern relativ klein. Und auch das unterscheidet die Neue Welt von Good Old Germany: Während hierzulande immer mehr Jugendliche zu Alkohol greifen, feiern die Boys und Girls absolut „bleifrei“. Alkohol ist in den USA erst ab 21 Jahren erhältlich, und wo immer der prozenthaltige Stoff zu haben ist, prangen deutlich sichtbar Schilder mit dem Hinweis: „Wer jünger aussieht als 40 muss beweisen, dass er älter als 21 ist.“

 

Statt dem Alkohol geben sich die amerikanischen Jugendlichen einer anderen „Droge“ hin – dem Sport. „Täglich zwei Stunden Training sind völlig normal“, staunte Benedikt Gutzweiler über das enorme Pensum seiner Gastbrüder, die gleich mehrere Sportarten parallel betreiben. Er selbst entschied sich für die Musik und stieg mit seinem Tenorhorn bei einer Marching Band ein, die in jeder Halbzeitpause von Sportbegegnungen im Formationsmarsch für Unterhaltung sorgte und so gut harmonierte, dass sie bei einem Bandwettbewerb den ersten Platz belegte. Obendrein spielte der LWG-Schüler in einer Jazzband Posaune. Das machte ihm so viel Spaß, dass er nun hofft, nach den Sommerferien in die schuleigene Big Band aufgenommen zu werden.

 

„Sie waren ein würdiger junger Botschafter unseres Landes“, dankte Peter Götz für den rundum positiven Bericht. Mit seinem Aufenthalt in den USA habe Benedikt Gutzweiler einen „wichtigen Beitrag zur Förderung des gegenseitigen Verständnisses unserer beiden Völker geleistet.“