Pressemitteilung
Rastatt, 28.11.2005
Erweiterungsmöglichkeiten der Rastanlage Baden-Baden ausgereizt
Bundesverkehrsministerium sieht keine Alternative zu PWC-Anlage bei Weitenung
Offenbar vom Tisch sind Überlegungen, die Tank- und Rastanlage Baden-Baden über die derzeitige Planung hinaus zu erweitern und dafür auf den Neubau einer PWC-Anlage (Parkplatz mit WC) an der A5 auf Gemarkung Bühl-Weitenung zu verzichten. Das geht aus einem Schreiben des Bundesverkehrsministeriums an den mittelbadischen Bundestagsabgeordneten Peter Götz (CDU)hervor. Wie der Parlamentarische Staatssekretär Achim Großmann mitteilte, sehe er nicht die „notwendigen Voraussetzungen, anstelle des Neubaus der Rastanlage bei Bühl-Weitenung den größeren Ausbau von Baden-Baden weiter zu verfolgen“.
Peter Götz hatte sich zuvor gemeinsam mit seiner Bundestagskollegin Nicolette Kressl (SPD) an das Ministerium gewandt und die Alternative Baden-Baden ins Gespräch gebracht. Die mit der Prüfung befasste Straßenbauverwaltung des Landes Baden-Württemberg halte eine Ausdehnung der Rastanlage nach Norden wegen einer rechtskräftigen Kiesabbaugenehmigung für kaum durchsetzbar, ließ Staatssekretär Großmann wissen. Auch eine Erweiterung Richtung Westen erscheine nicht möglich. Im Regionalplan sei diese Fläche für die langfristige Sicherung von Rohstoffen vorgesehen. Außerdem beabsichtige die Stadt Baden-Baden, das Strandbad Sandweier nach Süden zu verlegen, um für den Konzessionär eine Erweiterungsmöglichkeit Richtung Norden zu schaffen. Diese Planung kollidiere bereits mit der Planung für den Stützpunkt der Autobahnpolizei, so Großmann weiter. Die Stadt Baden-Baden habe daher mittlerweile die Rücknahme der Ausbauplanung auf das Gelände der bestehenden Rastanlage sowie der aufgelassenen Autobahnmeisterei verlangt.
Die geplante PWC-Anlage auf Gemarkung Weitenung, auf der vor allem dringend benötigte Lkw-Stellplätze geschaffen werden sollen, stößt im Bühler Ortsteil auf Skepsis. Der Weitenunger Ortsvorsteher Lothar Schrodin befürchtet, dass es nicht bei den bescheidenen Dimensionen der Anlage bleiben wird. Der zunehmende Schwerlastverkehr werde auch eine Erweiterung des Parkplatzes nach sich ziehen, so die Sorge des Ortsvorstehers. Schließlich befinde sich auf Weitenunger Gemarkung bereits eine Park- und Rastanlage, deren Kapazität erhöht werden soll.
Im Gespräch mit den Beteiligten will Peter Götz nun seine Bemühungen fortsetzen, doch noch eine für alle Seiten zufrieden stellende Lösung zu finden.