Pressemitteilung
Rastatt, 10.10.2005
Tiefflüge im Murgtal weiteren Kontrollen unterzogen
Auf Initiative des Bundestagsabgeordneten Peter Götz (CDU) hat das Bundesministerium der Verteidigung sich ausführlich mit der Problematik der Tiefflüge über dem Murgtal auseinandergesetzt. Dies geht aus einer Antwort hervor, die der mittelbadische Abgeordnete nun aus dem Ministerium erhalten hat. Referatsleiter Hans-Georg Schmidt hat Götz mitgeteilt, dass er umfangreiche Untersuchungen angeordnete habe. Dabei seien anhand der Radaraufzeichnungen der Deutschen Flugsicherung DFS GmbH keine Verstöße gegen flugbetriebliche Bestimmungen festgestellt worden, so Schmidt. Trotzdem „habe ich die Kommodores der fliegenden Verbände auf die Konzentration in diesem Bereich hingewiesen und gebeten, die Fliegenden Besatzungen diesbezüglich zu sensibilisieren“, so Schmidt weiter.
Götz hatte, nachdem Bürger aus dem Murgtal sich an ihn gewandt hatten, Anfang September eine schriftlichen Anfrage an die Bundesregierung gerichtet. Aus der Antwort damals war hervorgegangen, dass genaue Angaben über die Belastung des Murgtals nicht getroffen werden konnten, da nur Flugbewegungen in einer Höhe von 150 bis 300 Meter angezeigt werden müssen und somit gezählt wurden. Allerdings gelten auch Jets, die in einer Höhe unter 600 Metern fliegen als Tiefflieger. Die Belastung durch solche Jets wurde nicht mitgezählt.
Götz zeigt sich deshalb sehr erfreut darüber, dass für die 43. Kalenderwoche der Einsatz des Tiefflugüberwachungssystems SKYGUARD im Bereich des Murgtals angeordnet wurde. „Für die Bürgerinnen und Bürger im Murgtal ist es wichtig, dass ihre Sorgen und Bedenken ernst genommen werden“, so Götz.