Unterwegs
Rastatt, 21.09.2009
Peter Götz: Konjunkturpaket II wurde von Gemeinde Ötigheim bestmöglich umgesetzt


Eigentlich hätten die Arbeiten an der Grundschule bereits in den Sommerferien beendet sein sollen. Doch die in dem Gebäude aus dem Jahr 1908 verborgene Haustechnik war für so manche Überraschung gut. Daher wird es noch rund vier Wochen dauern, bis die letzten Arbeiter die Baustelle verlassen haben. Das sagte jetzt Bürgermeister Werner Happold beim Besuch von Peter Götz. Der mittelbadische Bundestagsabgeordnete informierte sich am Montag dieser Woche, wie die Gemeinde die im Konjunkturpaket II bereitgestellten Fördergelder für Zukunftsinvestitionen im Bereich Bildung und Infrastruktur einsetzt.
"Ohne Zuschuss hätten wir nicht alles machen können", betonte der Rathaus-Chef. Aus dem staatlichen Konjunkturprogramm fließen rund 150.000 Euro in die Tellgemeinde. Weitere 126.000 Euro erhält Ötigheim aus dem Ausgleichsstock. Mit diesen finanziellen Mitteln wird nicht nur die Grundschule energetisch aufgerüstet und ausgebaut, sondern auch das Dach des Rathauses zusätzlich gedämmt. Diese Arbeiten sollen Ende September beginnen und dafür sorgen, dass der UWert des Daches, der über die Wärmedurchlässigkeit Auskunft gibt, von 0,98 auf 0,16 W/m2K deutlich sinkt. Beide Maßnahmen – Schule und Rathaus – kosten insgesamt 345.000 Euro. Davon muss die Gemeinde selbst lediglich 69.400 Euro aufbringen.
Ein Großteil der Bausumme ist bereits auf den Konten der Handwerksbetriebe eingegangen, die mit der Ausführung der Arbeiten betraut sind. „Wir sind bei vielen Gewerken schon in der Endabrechnung“, sagte Architekt Michael Heid. Wie Bürgermeister Happold ergänzte, wurden dank der von der Bundesregierung gelockerten Vergaberichtlinien die Aufträge bevorzugt an Firmen aus Ötigheim und der näheren Umgebung vergeben. "Damit hat das Konjunkturpaket II voll gegriffen", sagte Peter Götz, der maßgeblich an der Entwicklung dieses Förderprogramms beteiligt war. "Wir wollen in schwieriger Zeit die Wirtschaft unterstützen", so der Abgeordnete. Dieses Ziel sei in Ötigheim bestmöglich erreicht worden.
Nicht nur die regionalen Unternehmen, auch die 180 Grundschüler haben etwas vom staatlichen Förderprogramm. Sie erhalten eine energetisch runderneuerte Schule (Fassade, Wärmedämmung, Fenster, Sonnenschutz, Heizung, Wasserversorgung, Elektroinstallation) und mehr Platz. So wurde ein Multifunktionsraum geschaffen, der auch als Schulkantine genutzt werden kann, falls eines Tages eine Ganztagesbetreuung eingeführt wird. Außerdem verbindet künftig ein Treppenhaus, das derzeit errichtet wird, die beiden aus den Jahren 1908 und 1962 stammenden Gebäudeteile. Die Pausenhalle wiederum wurde mit Sicherheitsglas ausgerüstet. Zu guter Letzt stellen eine Rampe im Eingangsbereich und ein neuer Aufzug sicher, dass nun auch Gehbehinderte alle Bereiche der Schule bequem erreichen können.