Unterwegs
Rastatt, 27.08.2009
Peter Götz lobt Gemeinde Ottersweier: Konjunkturpaket II optimal umgesetzt


"Wenn alle Gemeinden so rasch gehandelt hätten wie Ottersweier, wären die Auftragsbücher der regionalen Handwerksbetriebe noch besser gefüllt. Sie haben das Zukunftsinvestitionsprogramm optimal umgesetzt", lobte jetzt Peter Götz bei seinem Besuch im Rathaus. Auf seiner Sommertour 2009 informiert sich der mittelbadische Bundestagsabgeordnete in seinem Wahlkreis, wie das unter dem Begriff Konjunkturpaket II bekannte Förderprogramm genutzt wird und ob die 10 Milliarden Euro Bundesmittel und 3 Milliarden Euro Landesmittel auch tatsächlich ihre Adressaten erreichen – die mittelständischen Unternehmen der unter der Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise leidenden Baubranche.
Bei der von Bürgermeister Jürgen Pfetzer geleiteten Gesprächsrunde waren alle Gemeinderatsfraktionen vertreten. Neben Helmut Kopf und Linus Maier (beide CDU), Dieter Kohler (FWG) und Winfried Mülberg (SPD) standen dem Abgeordneten auch Rechnungsamtsleiter Alexander Kern und Ortsbaumeister Christian Chromy für Fragen zur Verfügung. Fazit des Informationsaustausches: Alle Aufträge wurden an Firmen aus Ottersweier oder der näheren Region vergeben, die Arbeiten sind bereits im Gange. "Von der Anbahnung bis zum Bewilligungsbescheid ist alles sehr gut gelaufen", zeigte sich Bürgermeister Pfetzer mit der Abwicklung durch das Regierungspräsidium sehr zufrieden.
Weil Verwaltung und Gemeinderat rasch gehandelt haben, konnten noch relativ günstige Preise erzielt werden. Wie Peter Götz mitteilte, seien in Mittelbaden viele Firmen inzwischen so gut ausgelastet oder sogar überlastet, dass mit Preiserhöhungen zu rechnen sei.
Dass die Arbeiten gut laufen, davon konnte sich Peter Götz bei einem Baustellenbesuch überzeugen. Der CDU-Politiker ließ sich die Sanierung des Flures im Grundschulbereich der Maria-Victoria-Schule sowie die energetische Aufrüstung der Sporthalle erläutern. Durch Einbau einer Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung sowie Anbringung einer Wärmedämmung und Austausch von Türelementen im Bereich der Umkleideräume werden dort die Energiekosten deutlich zurückgefahren. Gleiches gilt für den Kindergarten St. Christophorus, wo neue Fenster eingesetzt werden und das Flachdach eine spezielle Wärmedämmung erhält. In der Grundschule Unzhurst wiederum optimieren neue geregelte Pumpen und eine neue Schalttechnik die Heizungsanlage. Werden in den Klassenzimmern künftig im Winter die Fenster geöffnet, so drosseln Sensoren automatisch die Leistung der Heizkörper. "Wir liegen im Energiemanagement im Vergleich der Kommunen bundesweit mit an der Spitze", betonte Bürgermeister Pfetzer.
Insgesamt investiert Ottersweier 331.000 Euro, davon stammen 242.250 Euro aus dem Konjunkturpaket II. Die Gemeinde selbst muss demnach lediglich 88.750 Euro aufbringen. Eine Investition, die sich laut Pfetzer "in kürzester Zeit" durch Minimierung der Energiekosten amortisieren wird.