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Rastatt, 02.09.2009
Peter Götz auf Sommertour in Kuppenheim: Krise in Knöpflestadt bisher nicht angekommen


"Bei uns steckt keiner den Kopf in den Sand." Bürgermeister Karsten Mußler zeigte sich bei einem Informationsgespräch mit Peter Götz im Rathaus "verhalten optimistisch", dass sich die örtliche Wirtschaft weiter positiv entwickelt. Die meisten der überwiegend kleinen mittelständischen Betriebe am Ort seien derzeit gut ausgelastet. "In Kuppenheim ist die Krise bisher nicht angekommen", sagte der Rathauschef. Er rechnet deshalb damit, dass das Gewerbesteueraufkommen 2009 den Ansatz des Haushaltsplans erreichen oder sogar noch übertreffen wird.
Die Knöpflestadt schwimmt auf einer Erfolgswelle. Nicht nur die Ansiedlung des Mercedes-Presswerkes lässt Kuppenheim zuversichtlich in die Zukunft blicken. Karsten Mußler sprach gegenüber Peter Götz von einer "ungeheuren Nachfrage nach Gewerbegrundstücken". Jede Woche gehe mindestens ein Anruf im Rathaus ein – von Familienbetrieben bis zu Industrieunternehmen. Aber auch Grundstücke für den privaten Wohnungsbau fänden großes Interesse. So seien allein im "Pfaffenacker" in eineinhalb Jahren 7,5 Millionen Euro umgesetzt worden, verdeutlichte der Bürgermeister.
Peter Götz zeigte sich beeindruckt von der aktuellen Entwicklung in Kuppenheim. Aktiv sind Verwaltung und Gemeinderat nicht nur bei der Ansiedlung von Unternehmen. Auch in der Umsetzung des Konjunkturpakets II sei die Stadt vorbildlich, lobte der Abgeordnete. Bereits Anfang April wurden die mit öffentlichen Mitteln geförderten Projekte auf den Weg gebracht. Peter Götz informiert sich derzeit auf seiner Sommertour durch Mittelbaden, wie das von ihm maßgeblich mitgestaltete Konjunktur-programm vor Ort wirkt. Kuppenheim konzentriert sich auf zwei Großmaßnahmen: die energetische Sanierung der Werner-von-Siemens-Realschule durch Austausch aller Fenster (Auftragsvolumen 818.000 Euro) sowie des Hallenfreibads Cuppamare. Dort reduziert die Erneuerung der Lüftungsanlage den Stromverbrauch um jährlich 1,1 Millionen Kilowattstunden; die Investition in Höhe von 150.000 Euro amortisiert sich innerhalb von nur zwei Jahren.
Bürgermeister Mußler erläuterte die beiden Projekte in Anwesenheit der Fraktionsvorsitzenden Leopold Hlubek (CDU) und Eberhard Boh (FWG). Interessant war für Peter Götz dabei der Hinweis, dass auch die Stadt Kuppenheim wie andere Kommunen zunehmend Schwierigkeiten hat, bei Ausschreibungen Angebote von Handwerksbetrieben zu erhalten. Ganz offensichtlich sind die Firmen gut oder sogar voll ausgelastet mit der Folge, dass Unternehmen in manchen Gewerken überhaupt keine Angebote mehr abgeben oder die geforderten Preise die Kalkulation der Gemeinden übersteigen. Peter Götz sieht es daher sehr positiv, dass bundesweit erst die Hälfte der vom Bund zur Verfügung gestellten Mittel aus dem Konjunkturpaket II abgerufen worden sind. "Wir haben das Förderprogramm bewusst auf zwei Jahre ausgelegt, damit sich die Nachfrage auf einen größeren Zeitraum verteilt", so der CDU-Politiker. "Die mittelständischen Unternehmen der Region werden deshalb auch im nächsten Jahr noch vom Konjunkturpaket II profitieren können."