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Rastatt, 05.06.2009
Peter Götz besucht Mercedes-Benz-Werk in Gaggenau: "Wichtig, dass Presswerk in der Region bleibt"


Die derzeitige Wirtschaftskrise und ihre Auswirkungen auf den größten Arbeitgeber in der Region, die Daimler AG, war zentrales Thema beim Besuch des mittelbadischen Bundestagsabgeordneten Peter Götz im Mercedes-Benz-Werk Gaggenau. Der CDU-Politiker informierte sich nicht nur über die aktuelle Situation am traditionsreichen Standort im Murgtal. Auch die Zukunftsperspektiven für das Werk und die Mitarbeiter standen im Fokus des Gesprächs mit Dr. Holger Steindorf, dem Leiter der weltweiten Achs- und Getriebeproduktion für Lkw und Transporter der Daimler AG.
Dr. Holger Steindorf schilderte, wie trotz der Absatzflaute auf dem weltweiten Fahrzeugmarkt, mit Kurzarbeit und Arbeitszeitreduzierung für alle Mitarbeiter des Standorts Gaggenau die Stammbelegschaft von rund 6.500 Mitarbeitern (inklusive Werksteil Rastatt) auf dem Niveau von 2008 gehalten werden kann.
Wie Holger Steindorf gegenüber Peter Götz betonte, komme man um eine Fortsetzung der seit März eingeführten, auf zunächst sechs Monate ausgelegten Kurzarbeit mit entsprechenden finanziellen Einbußen für die Mitarbeiter nicht herum. Peter Götz lobte die Anstrengungen des Unternehmens zum Erhalt der Arbeitsplätze. Erfreut zeigte sich der Abgeordnete, dass die Zahl der Ausbildungsplätze im Werk Gaggenau in etwa auf Vorjahresniveau gehalten werden konnte.
Trotz Krise und erforderlicher Ausgabenkürzungen hält der Konzern mit deutschlandweit 168.000 Mitarbeitern an seinen Zukunftsprojekten fest, unterstrich Holger Steindorf. Hierzu zählten unter anderem die Entwicklung neuer Produkte und Technologien wie zum Beispiel Elektroantrieb, Brennstoffzellentechnologie oder weitere Kraftstoffreduzierung.
Als derzeit – aus Sicht des Standorts Gaggenau – bedeutendste Investition in die Zukunft bezeichnete der Gesprächspartner von Peter Götz das neue Presswerk in Kuppenheim. Mit Inbetriebnahme des rund 70 Millionen Euro teuren Objekts – voraussichtlich im dritten Quartal 2010 – wird die Produk-tion von Außenhautteilen für Lkw-Kabinen sowie für die Nachfolgegenerationen der A- und B-Klasse komplett in die Nachbarstadt verlagert. Eine Reduzierung der Produktionsfläche in Gaggenau gehe damit jedoch nicht einher, versicherte Holger Steindorf. Peter Götz begrüßte die Entscheidung der Konzernspitze für den Standort Kuppenheim ausdrücklich: "Dieses Projekt ist enorm wichtig für die gesamte Region", so der Abgeordnete.