Peter Götz, MdB

Pressemitteilung

Berlin, 20.05.2008

 

Union setzt richtige Vorzeichen: Kindergeld künftig stärker nach der Geschwisterzahl staffeln

 

Zu dem Vorschlag von Familienministerin Ursula von der Leyen das Kindergeld künftig stärker nach der Geschwisterzahl zu staffeln, erklärt der kommunalpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Götz MdB:

 

Mit zunehmender Kinderzahl steigen die Fixkosten von Familien sprunghaft an. Zugleich sinken die Möglichkeiten für eine Erwerbstätigkeit beider Elternteile. Die auch daraus erwachsende Kinderarmut stellt die Kinder- und Jugendarbeit in den Städten und Gemeinden vor immer neue und größere Probleme.

 

Der Vorschlag von Familienministerin Ursula von der Leyen, das Kindergeld künftig stärker nach der Geschwisterzahl zu staffeln, setzt deshalb die richtigen Vorzeichen für eine umfassende Familienpolitik. Schließlich dürfen wir uns nicht damit abfinden, dass sich junge Familien in Deutschland aus finanziellen Zwängen kaum noch für drei oder mehr Kinder entscheiden.

 

Die Reaktion der familienpolitischen Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion zeigt, wie weit sich unser Koalitionspartner von der Lebenswirklichkeit der Menschen entfernt hat. Die in der SPD-Spitze zementierte Sorge vor „alten Rollenbildern“ und die Verunglimpfung der Mehrkindfamilie als „berufliche Sackgasse für Frauen“ zeugt von längst überkommenen ideologischen Scheuklappen.

 

Tatsächlich muss es heute darum gehen, die knappen öffentlichen Mittel möglichst sinnvoll einzusetzen. Wir können es uns nicht erlauben, soziale Trends, Bildung und Betreuung und die demografische Entwicklung in unserer Gesellschaft isoliert zu betrachten. Weltfremde Lagerkämpfe helfen weder den benachteiligten kinderreichen Familien, noch den betroffenen Kindern.