Peter Götz, MdB

Pressemitteilung

Rastatt, 10.04.2008


B 3 neu: Anbindung Haueneberstein wird voraussichtlich im September geöffnet

Spitzentreffen auf Einladung von Peter Götz

 

Der Abschnitt der B 3 neu zwischen Baden-Oos und Rastatt inklusive Autobahnanschluss Rastatt-Süd wird bekanntlich am 28. April für den Verkehr freigegeben. Vor wenigen Tagen ist das Ergänzungsverfahren zur Planfeststellung der Anbindung Haueneberstein an die B 3 neu eingeleitet worden. Abhängig von möglichen Einwendungen könnte der bereits fertig gestellte Anschluss spätestens nach der Sommerpause geöffnet werden. Das bekräftigte jetzt Regierungspräsident Dr. Rudolf Kühner bei einem Vor-Ort Termin. Zu diesem hatte der mittelbadische Bundestagsabgeordnete Peter Götz (CDU) die politischen Spitzenvertreter in Haueneberstein versammelt. Neben dem Regierungspräsidenten und Landrat Jürgen Bäuerle nahmen die Landtagsabgeordneten Ursula Lazarus und Wolfgang Jägel teil. Ebenso an der Besprechung teilgenommen haben der Baden-Badener OB Wolfgang Gerstner, Bürgermeister Klaus Rückert, Vertreter der Ortschaftsräte Haueneberstein und Sandweier sowie eine Abordnung des Gemeinderates Kuppenheim, angeführt durch Bürgermeister Karsten Mußler. Die kommunalen Spitzenpolitiker zeigten sich dankbar, dass sie auf Initiative von Peter Götz erstmalig in diesem großen Kreis die Problemlage erörtern konnten.

 

Die Belange der Stadt Kuppenheim, die durch die Anbindung Haueneberstein zusätzlichen Verkehr befürchtet, würden in die Prüfung einbezogen. Das bereits vorliegende Gutachten lasse jedoch erkennen, dass sich durch die Öffnung der Anschlussstelle Haueneberstein die Verkehrsbelastung von Kuppenheim nicht signifikant erhöhe, so Kühner. Das sehen die Kuppenheimer anders. Bürgermeister Mußler wiederholte seine Forderungen nach einem Lkw-Durchfahrtverbot und verkehrsberuhigenden Maßnahmen in der Murgtal- und Friedrichstraße. Nicht nur in Peter Götz fand er einen engagierten Unterstützer. "Der Schwerverkehr muss raus aus Kuppenheim – in welcher Form auch immer", unterstrich der Bundestagsabgeordnete, der den guten Willen aller Beteiligten erkannte, Kuppenheim nicht weiter zu belasten. Auch OB Gerstner betonte, dass Baden-Baden die Nöte der Nachbarstadt nachvollziehen könne.

 

Ein Antrag zur Ausweisung eines Durchfahrtsverbots für Lkw liegt seit Kurzem dem Landratsamt vor. Sowohl das Landratsamt als auch das Regierungspräsidium haben der Stadt Kuppenheim eine sorgfältige Prüfung des Antrags zugesagt. Landrat Bäuerle könnte sich zumindest ein temporäres Verbot vorstellen, wie er beim Vor-Ort-Termin sagte. In diesem Zusammenhang begrüßte er den Vorschlag von Peter Götz, nach Öffnung des Anschlusses Haueneberstein, erneut eine Verkehrszählung vorzunehmen, um damit gegebenenfalls die Forderung nach einer Beschränkung der Lkw-Durchfahrten zu untermauern.

 

Als gute Alternative für Kuppenheim bezeichnete Jürgen Bäuerle dabei den von der Stadt Rastatt gewünschten Ikea-Autobahnanschluss. Die Realisierung dieser Anbindung würde das "Aus" für die von Kuppenheim seit 40 Jahren gewünschte Ortsumfahrung bedeuten. Bürgermeister Mußler könnte damit allerdings leben: "Es wäre der Spatz in unserer Hand. Der Anschluss Rastatt-Mitte muss kommen, unabhängig von Ikea, auch wenn es für uns nicht die beste Lösung ist." Wolfgang Jägel schließlich, sieht in dem Autobahnanschluss keinen neuen Anschluss sondern eine Erweiterung des bestehenden An-schlusses Rastatt Nord.