Peter Götz, MdB

Pressemitteilung

Berlin, 07.05.2010

 

Götz/Körber: Denkmalimmobilien haben Zukunft

 

Anlässlich des heutigen Immobilien-Kongresses des Bundesverbandes freier Immobilien- und Wohnungsunternehmen (BFW) erklären der kommunalpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Peter Götz, sowie der baupolitische Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion, Sebastian Körber:

 

Wer ein historisch wertvolles Haus restauriert, kann einen Großteil der Aufwendungen absetzen – das soll auch künftig so bleiben. Die Denkmalpflege ist eine aktuelle gesellschaftliche Aufgabe und ein wichtiger Wirtschaftsfaktor: Allein durch die staatliche Förderung der Denkmalpflege werden zehntausende mittelständische Arbeitsplätze in Handwerk und Bau gesichert. Ein Euro an Fördermitteln bei der Denkmalpflege löst ein Mehrfaches an Gesamtinvestition aus.

 

Das Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" ist aus Sicht der Koalition für den Erhalt und die Erneuerung historischer Innenstädte unentbehrlich. Wir wollen zugunsten des Denkmalschutzes Planungssicherheit für Investoren gewährleisten und halten daher an der Förderung von Baudenkmalen und Gebäuden in Sanierungsgebieten und städtebaulichen Entwicklungsbereichen fest. 2010 stellt der Bund den Ländern dafür insgesamt rd. 100 Mio. € bereit. Sie dienen der Pflege und Bewahrung des städtebaulich-kulturellen Erbes der historischen Altstädte und historischen Stadtbereiche, dazu gehören auch Siedlungsbauten des 20. Jahrhunderts, Gartenstädte und Industrieanlagen. Damit sind sie ein entscheidendes Instrument zur Belebung der historischen Innenstädte. Der Förderbetrag des Bundes von 150 Mio. € in den kommenden Jahren für 33 deutsche Welterbestätten hat das "Weltkulturerbe" auf die Agenda von Kommunen gesetzt und der Denkmalschutzdebatte zusätzlich Schwung verliehen.

 

Klimaschutz, Wärmedämmung und Energieeinsparung stellen für den Denkmalschutz eine besondere Herausforderung dar. Der Bund unterstützt Eigentümer bei der Sanierung von Altbauten und Denkmalen u.a. mit Mitteln der KfW-Förderprogramme zum energieeffizienten Bauen und Sanieren (CO2-Gebäudesanierungsprogramm) sowie des Programms zur "Förderung von Maßnahmen zur Nutzung erneuerbarer Energien im Wärmemarkt". Bei der Sanierung von Denkmalen und besonders erhaltenswerter Bausubstanz können bei den KfW-Programmen auch Abweichungen von den energetischen Anforderungen zugelassen werden.

 

Der Bund hat gemeinsam mit der Deutschen Energie-Agentur Modellvorhaben aufgelegt, in denen besonderer Wert auf die hocheffiziente Sanierung von denkmalgeschützten Gebäuden sowie besonders erhaltenswerter Bausubstanz gelegt wird. Es geht dabei darum, den vermeintlichen Widerspruch zwischen baulichem Denkmalschutz einerseits und der Steigerung der Energieeffizienz sowie dem Einsatz erneuerbarer Energien andererseits aufzulösen. Das Energieeinsparkonzept des Bundes ist "denkmal-freundlich"!