Peter Götz, MdB

Pressemitteilung

Rastatt, 21.12.2009

 

Peter Götz: Staatliche Berufsfachschulen müssen von Pflicht zur Zertifizierung befreit werden

 

Öffentliche Berufsfachschulen wie die Robert-Schuman-Schule Baden-Baden und die Anne-Frank-Schule Rastatt sehen sich gegenüber privaten Bildungsträgern im Bereich Altenpflege benachteiligt. Obwohl bereits staatlich anerkannt, müssen auch sie sich zertifizieren lassen, wenn sie von der Bundesagentur für Arbeit geförderte Schüler aufnehmen wollen. Auf Initiative von Oberstudiendirektorin Reinhilde Kailbach-Siegle, Leiterin der Robert-Schuman-Schule, war Peter Götz jetzt in der Arbeitsagentur Rastatt zu Gast. Im Gespräch mit dem mittelbadischen Bundestagsabgeordneten forderten die Schulvertreter die Gleichstellung von staatlicher Anerkennung und Zertifizierung.

 

Unterstützung fanden sie bei Jens-Ole Olsen, dem Vorsitzenden der Geschäftsführung der Arbeitsagentur Rastatt. "Wir müssen diese offensichtliche Ungereimtheit beenden", appellierte auch er an den CDU-Politiker, die rechtlichen Vorgaben zu ändern. Der Rastatter Agentur-Chef sieht die Notwendigkeit zur Zertifizierung nur bei privaten Anbietern gegeben, um die Qualität der beruflichen Bildung im Bereich Altenpflege sicherzustellen.

 

Auch Peter Götz kann keinen Sinn darin erkennen, bereits vom Staat anerkannte Schulen einer zusätzlichen Prüfung zu unterziehen, zumal die Kosten einer für drei Jahre gültigen Zertifizierung bis zu 10.000 Euro betragen können. "Da wird nur Geld verbrannt", sagte der Bundestagsabgeordnete und versprach, sich für eine Lösung dieses Problems einzusetzen. Mit Blick auf die Kosten haben sich bisher weder die Robert-Schuman-Schule Baden-Baden noch die Anne-Frank-Schule Rastatt zertifizieren lassen. Arbeitnehmer, die sich für eine berufliche Weiterbildung entscheiden und von der Arbeitsagentur gefördert werden, können das Angebot dieser Schulen deshalb nicht nutzen. Peter Götz: "Wir müssen dafür sorgen, dass dieses Ungleichgewicht beseitigt wird und allen Interessenten den Zugang zu den staatlichen Berufsfachschulen ermöglichen."