Pressemitteilung
Rastatt, 06.08.2009
Bald noch höhere Mindestfallzahlen?
Peter Götz setzt sich im Bundeskanzleramt für Frühchenstation Baden-Baden ein
Peter Götz wehrt sich gegen die vom Bundesgesundheitsministerium schleichend auf den Weg gebrachte Zentralisierung der Versorgung von Früh- und Neugeborenen, von der auch das Klinikum Mittelbaden mit seiner Frühchenstation in Baden-Baden betroffen ist. Der mittelbadische CDU-Bundestagsabgeordnete hat sich deshalb direkt an den Chef des Bundeskanzleramtes, Thomas de Maizière, gewandt und ihn um Unterstützung gebeten.
Nachdem die Stadtklinik bereits die seit Juli 2009 geltenden festgelegten jährlichen Mindestfallzahlen von 12 Frühgeborenen in der Geburtsgewichtsklasse 1.250 bis 1.500 Gramm nicht erfüllen kann, zeigte sich Peter Götz nun von einer neuen Hiobsbotschaft zum Handeln gezwungen. "Nach meiner Information ist zusätzlich geplant, dass der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am 20. August 2009 die Bedingungen für die Versorgung von Frühchen erneut zulasten kleinerer Klinikeinheiten verändern will", schreibt der Bundestagsabgeordnete in seinem Brief an den Minister. In der Diskussion ist eine Erhöhung der Mindestfallzahl auf 50 Frühgeborene. Die Neuregelung würde für etwa die Hälfte der Kliniken in Baden-Württemberg eine weitere Einschränkung des Versorgungsangebotes bedeuten. Peter Götz: "Dies ist weder im Interesse der betroffenen Menschen, noch im Interesse der Kommunen."
Dem Bundesministerium gehe es darum, die Versorgung von Früh- und Neugeborenen zu zentralisieren und als Konsequenz die gerade für junge Familien wichtige wohnortnahe Versorgung zu zerstören, so Peter Götz weiter in seinem Brief an Thomas de Maizière. "Ich halte dies für das falsche Signal und bitte Sie darauf einzuwirken, dass das Gesundheitsministerium in seinem 'Tatendrang" gebremst wird."