Pressemitteilung
Rastatt, 04.08.2009
Gefahr für den Menschen? Jakobskreuzkraut ruft Peter Götz auf den Plan
Das giftige Jakobskreuzkraut, das sich auf Weiden und an Wegrändern immer mehr ausbreitet, hat jetzt auch den mittelbadischen Bundestagsabgeordneten Peter Götz auf den Plan gerufen. Alarmiert von besorgten Bürgern hat sich der CDU-Politiker jetzt mit einem Schreiben an Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, gewandt. "Es steht zu befürchten, dass die Pflanze in den Ernährungskreislauf des Menschen gelangt", schreibt Peter Götz in seinem Brief und bittet um Auskunft, welche Maßnahmen die Bundesregierung zum Schutz der Landwirtschaft und der Verbraucher ergriffen hat.
Auf die Gefahren des Jakobskreuzkrauts hat das Landwirtschaftsamt bereits mehrfach hingewiesen. Die zu den Korbblütern gehörende Giftpflanze enthält Akaloide. Deren Abbauprodukte schädigen die Leber und können sogar zum Tod führen. Das ist kein Problem, solange man die Pflanze nicht isst. Und das machen Pferde und Rinder eigentlich nicht, denn sie schmeckt ihnen zu bitter. Gefährlich wird es, wenn die Wiesen gemäht werden und das Kraut in das Heu für die Tiere gelangt. Dann nämlich verliert es seinen bitteren Geschmack und die Tiere fressen es unbemerkt. Bei Pferden, die auf das Toxin besonders empfindlich reagieren, wurden schon Todesfälle verzeichnet. Es mehren sich auch Hinweise, dass der Giftstoff möglicherweise in die Milch von Kühen übergehen kann, die Jakobskreuzkraut gefressen haben. Durch Bienen kann er zudem in Honig gelangen; dort wurde das Gift bereits nachgewiesen.