Pressemitteilung
Rastatt, 16.01.2009
Peter Götz setzt sich für DSL-Versorgung im ländlichen Raum ein: In Muggensturm bisher kein Breitbandkabel
DSL steht für schnelle Datenübertragung und einen komfortablen Zugang ins Internet. Schon die langsamste DSL-Verbindung schafft eine Datenmenge von 384 Kilobit pro Sekunde – rund sechsmal mehr als eine ISDN-Leitung. Vor allem im ländlichen Raum können viele Menschen vom schnellen Surfen bisher allerdings nur träumen, weil DSL oder die Mobilfunkvariante UMTS nicht zur Verfügung stehen (siehe auch unten "Fachchinesisch: DSL und UMTS").
"Es gibt immer noch Gemeinden, die komplett von der Breitband-Internetanbindung abgeschnitten sind oder nur sehr geringe Übertragungsgeschwindigkeiten nutzen können", verweist der mittelbadische Bundestagsabgeordnete Peter Götz auf beachtliche Versorgungslücken in seinem Wahlkreis. Zusammen mit seiner Fraktion ist der CDU-Bundestagsabgeordnete seit Jahren aktiv, um die Situation zu ändern, und sieht sich jetzt für seine Bemühungen belohnt. "Die Bundesregierung hat sich klar zum flächendeckenden Ausbau der Internet-Breitbandnetze bekannt und schafft in ihrem Konjunkturpaket gezielt Anreize, um Anschlüsse wie DSL und UMTS auch in dünn besiedelten Gebieten verfügbar zu machen", freut sich Peter Götz.
Nachfragen beim Marktführer Telekom ergaben, dass der Landkreis Rastatt derzeit zu 94 Prozent mit DSL versorgt ist und damit leicht unter dem Bundesdurchschnitt (95 Prozent) liegt. In dieser Zahl enthalten sind alle Anschlüsse, die eine Mindestgeschwindigkeit von 384 Kilobit pro Sekunde bieten. Bei einer Übertragungsrate von 1000 Kilobit pro Sekunde sinkt der Versorgungsgrad auf 83 Prozent.
Aber selbst mit der Grundversorgung hapert es in manchen Teilen des Landkreises noch. Während Rastatt, Gaggenau, Bietigheim, Bischweier, Bühlertal, Durmersheim, Lichtenau und Steinmauern zu fast 100 Prozent über einen DSL-Zugang verfügen, sieht es in Loffenau und Ottersweier mit 73 Prozent deutlich schlechter aus. Auch komplett weiße Flecken gibt es. So ist beispielsweise Muggensturm bisher nicht an das DSL-Netz angeschlossen.
Die Kluft zwischen Stadt und Land ist aber noch größer als diese Zahlen vermuten lassen, denn die Übertragungsgeschwindigkeiten unterscheiden sich sehr stark. In einigen Ballungsräumen Deutschlands gibt es bereits Anschlüsse mit einer Kapazität von 50.000 Kilobit pro Sekunde. In der hiesigen Region liegt das Maximum bei 16.000 Kilobit pro Sekunde. In Rastatt, Sinzheim und Forbach verfügen schon 60 Prozent aller Anschlüsse über solch schnelle Datenleitungen. In Iffezheim und Kuppenheim ist DSL 16.000 sogar zu 83 bis 85 Prozent möglich.
"Gerade Unternehmen sind auf eine leistungsfähige Anbindung ans Datennetz angewiesen. Wenn schnelle Leitungen nicht zur Verfügung stehen, bremst dies die wirtschaftliche Entwicklung", unterstreicht Peter Götz die Bedeutung des Breitbandausbaus. Die DSL-Versorgung via Satellit ist für ihn keine Alternative. Diese Technik steht zwar nahezu überall in Deutschland zur Verfügung, allerdings lassen sich nicht so hohe Übertragungsraten erreichen wie beim Festnetz.
Auch die Kommunikationsanbieter setzen auf das Kabel als leistungsfähigstes Medium. Der Netzausbau ist in ländlichen Regionen wegen der geringen Nutzerdichte häufig aber nicht rentabel. Daher bieten die Unternehmen den Gemeinden sogenannte Kooperationen an. Das bedeutet, dass die Kommunen sich an den Kosten für die Erschließung beteiligen. Von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht haben bereits Baden-Baden und Forbach. Peter Götz: "Durch die Förderung der Bundesregierung sollen weitere Gemeinden folgen und die weißen Flecken restlos geschlossen werden."
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Fachchinesisch: DSL und UMTS
DSL bedeutet Digital Subscriber Line und heißt so viel wie digitale Teilnehmeranschlussleitung. Das ist eine Verbindung von der Vermittlungsstelle – den grauen Kästen, die man manchmal an der Straße sieht – zum Telefon im Haus. Durch DSL-Technologie können über die normale Telefonverbindung riesige Datenmengen mit bis zu 50.000 Kilobit pro Sekunde transportiert werden. Das funktioniert durch das Ausschöpfen der kompletten Bandbreite des Kupferkabels. So werden Frequenzen genutzt, die bei normalen Telefonaten brachliegen. Wenn DSL nicht verfügbar ist, liegt dies an der Entfernung des Haushalts zur Vermittlungsstelle. Ist die Länge des Kupferkabels zu groß, wird die Übertragungsgeschwindigkeit zu langsam.
UMTS (Universal Mobile Telecommunications Systems) bezeichnet einen Standard für Mobilfunknetze, durch den Daten schnell drahtlos übertragen werden können. Im UMTS-Netz ist eine Geschwindigkeit von maximal 384 Kilobit pro Sekunde üblich. Durch Erweiterung dieser Technik lassen sich bis zu 7.200 Kilobit pro Sekunde erreichen, vergleichbar mit DSL 6000.