Peter Götz, MdB

Pressemitteilung

Berlin, 12.04.2007

 

Götz: Ausbau der Kinderbetreuung auch als Bildungsoffensive nutzen


Zur anhaltenden Diskussion um den Ausbau und die Finanzierung der Kinderbetreuung in Deutschland erklärt der Bundesvorsitzende der Kommunalpolitischen Vereinigung der CDU und CSU Deutschlands, Peter Götz MdB:

 

Die Länder sollten das 3. Kindergartenjahr unter schulischen Gesichtspunkten im Rahmen ihrer Zuständigkeit gestalten. Mit der Übernahme des 3. Kindergartenjahres als Kinderschule entstünde eine große finanzielle Ersparnis für die Kommunen, die wiederum für eine bessere Betreuung der unter 3jährigen genutzt werden könnte. Gekoppelt mit einer Unterstützung des Bundes für notwendige Investitionen zeichnet sich so eine Finanzlösung für den Ausbau der Kinderbetreuung ab.

 

Angesichts wachsender Sprach- und Integrationsdefizite in den Schulen sind die Länder ohnehin dazu gezwungen, das letzte Kindergartenjahr verstärkt unter Bildungs- und weniger unter Betreuungskriterien zu betrachten. Das 3. Kindergartenjahr als Vorschule bzw. Schule zu nutzen, also die unter 6jährigen im Rahmen einer Schulpflicht durch pädagogisch ausgebildete Lehrkräfte zu unterrichten drängt sich auf.

 

Parallel dazu haben viele Städte, Gemeinden und andere Kindergartenträger wegen zurückgehender Kinderzahlen ihre in den Kindergärten freiwerdenden Kapazitäten bereits genutzt, um unter 3jährige in den Kindergarten aufzunehmen. Diese Vorverlagerung in den Krippenbereich gilt es flächig aufzugreifen. Dabei ist klar, dass sich der Bedarf regional und lokal sehr unterschiedlich entwickelt.

 

CDU und CSU geht es um Wahlfreiheit und nicht um Rechtsansprüche. Ob die Kinder in einer Krippe, bei einer Tagesmutter oder in der eigenen Familie betreut werden sollen, muss eine freie Entscheidung der Eltern bleiben. Sowohl in den Ländern als auch in den Kommunen entsteht zunehmend ein Wettbewerb darüber, wer am Kinder- bzw. familienfreundlichsten ist – eine Entwicklung, die Deutschland gut tut.

 

Durch eine gesamtgesellschaftliche Kraftanstrengung kann unser Land im wichtigen Bereich der Bildung und Betreuung ein enormes Stück vorankommen. Dabei werden nicht nur die Eltern unterstützt, sondern zugleich die Chancengleichheit aller Kinder gefördert. Schließlich geht es neben der familienpolitischen Anpassung an gesellschaftliche Veränderungen auch um den Grundstein fürs spätere Leben.