Pressemitteilung
Berlin, 02.04.2007
Ausbau der Kinderbetreuung finanziell lösbar
Die Länder und Kommunen sind in der Realität viel weiter als jede Diskussion vermuten lässt
Zum Sondertreffen der Jugend- und Familienminister des Bundes und der Länder sowie der kommunalen Spitzenverbände in Berlin erklärt der kommunalpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Peter Götz MdB:
Die Länder und Kommunen sind in der Realität viel weiter als jede Diskussion vermuten lässt: Viele Städte, Gemeinden und andere Kindergartenträger planen aufgrund zurückgehender Kinderzahlen freiwerdende Kapazitäten dazu zu nutzen, um auch unter 3jährige in den Kindergarten aufzunehmen.
Außerdem denken viele Länder zu Recht darüber nach, das letzte Kindergartenjahr verstärkt unter Bildungs- und weniger unter Betreuungskriterien zu betrachten. Alle Experten sagen, dass der Grundstein für Bildung in den ersten Lebensjahren gelegt wird. Das 3. Kindergartenjahr als Vorschule bzw. Schule zu nutzen, also die unter 6jährigen im Rahmen einer Schulpflicht durch pädagogisch ausgebildete Lehrkräfte zu unterrichten drängt sich auf. Dies wäre auch ein entscheidender Beitrag gegen wachsende Sprach- und Integrationsdefizite.
Mit der Übernahme des 3. Kindergartenjahres durch die Länder entstünde eine finanzielle Ersparnis für die Kommunen, die wiederum für eine bessere Betreuung der unter 3jährigen genutzt werden könnte. Gekoppelt mit einem Beitrag des Bundes für notwendige Investitionen wäre so der Ausbau der Kinderbetreuung finanziell lösbar.