Pressemitteilung
Rastatt, 03.05.2006
Peter Götz MdB zur Stallpflicht bei Geflügel: „Impfen statt töten - Einsperrpflicht ist Tierquälerei“
Der Bundestagsabgeordnete Peter Götz (CDU) hat erhebliche Kritik an der Stallpflicht und dem Impfverbot für Geflügel im Zusammenhang mit der Vogelgrippe geübt. „Hier handelt es sich um einen deutschen Alleingang, der in anderen Ländern so nicht stattfindet“, sagte Götz. „Ich teile nicht die Ansicht des Seehofer-Ministeriums, dass Geflügel dauerhaft eingesperrt werden muss.
Die rigorose Einsperrpflicht bereitet kleinen und mittleren Geflügelzüchtern gewaltige Probleme, die deren Existenz bedrohen. Ziergeflügel können nicht in Ställen gehalten werden. Eine artgerechte Haltung ist nicht mehr möglich. Der Tierschutz wird mit Füßen getreten.“ kritisiert Götz. Er befürchtet, dass durch diese rigorose Politik viele seltene Geflügelarten besonders beim Ziergeflügel und über 100 Jahre alte Nutzgeflügelrassen, die vom Aussterben bedroht sind, vernichtet werden, obwohl es inzwischen Alternativen zur Stallpflicht durch frühzeitiges Impfen gegen die Vogelgrippe gäbe.
Im Landkreis Rastatt gibt es 20 Geflügelzuchtvereine, insgesamt sind 900 Halter mit 40 000 Tieren betroffen. „Eine ganzjährige Stallpflicht bedeutet das Ende der artgerechten Geflügelhaltung und Rassegeflügelzucht im ländlichen Raum, das kann und darf nicht sein,“ begründet Peter Götz seine Initiative.